Nicht nur Kameras kommen heute mit 4K-Auflösung daher – auch neue Monitore und TV-Geräte können die Ultra HD-Auflösung mit 4.096 x 2.160 Pixel leisten. Hinter diesen hochauflösenden Multimedia-Signalen steckt eine Infrastruktur, die auch die erforderliche Übertragungsgeschwindigkeit möglich macht: der Verbindungsstandard HDBaseT™.

Was ist HDBaseT™ überhaupt?

Die HDBaseT™ Alliance hat mit der HDBaseT™-Übertragungstechnik einen Verbindungsstandard auf den Markt gebracht, der gleich 5 Übertragungsfunktionen durch nur ein Twisted-Pair-Kupferkabel der Kategorien 5e oder höher ermöglicht: digitale Video- und Audiosignale, Ethernet, USB und verschiedene Steuersignale werden durch das eine LAN-Kabel bis zu 100 Meter übertragen. Auch die Energieversorgung angeschlossener Geräte bis 100 Watt wird durch Power over HDBaseT™ über das Netzwerkkabel sichergestellt. Diese HDBaseT™-Leistungsmerkmale werden auch 5Play™ genannt.

Was bietet 5Play™?

5play™

5play

Beschreibt die Funktion der Übertragung von Video, Audio, Ethernet, Steuersignalen und Power über ein Netzwerkkabel.

Ethernet

Ethernet

Eine 100Mbit Verbindung gewährleistet die sichere Übertragung der Audio- und Videodaten: Fernseher, Computer und Sound-Systeme können also bidirektional miteinander kommunizieren.

Audio

Audio

Ob Dolby Digital, Dolby True HD oder DTS Master Audio: alle Features der digitalen Audioformate werden unterstützt.

Steuersignale

Steuersignale

HDBaseT™ supportet viele Steuersignale wie RS232, Infrarot, IP oder USB2.0 – Endgeräte wie Massen-speicher, Touchbildschirme und vieles mehr lassen sich so einfach installieren und steuern.

Video

Video

HDBaseT™ unterstützt die Übertragung aller unkomprimierten Videodaten – also FullHD sowie Ultra HD (4K) und 3D.

Power over HDBaseT™

Power over HDBaseT™

Geräte werden über weite Strecken ohne Netzteil betrieben – weil das Kabel auch die Stromversorgung mit bis zu 100 Watt möglich macht: Dabei wird auf den 4PPoE Standard aufgebaut, der bis zu 25 Watt über ein Leitungspaar erlaubt.

Was unterscheidet HDBaseT™ 2.0 von HDBaseT™ 1.0?

HDBaseT™ 1.0 kann nur Point-to-Point-Verbindungen herstellen – das HDBaseT™-Signal kann also nur auf ein zusätzliches Gerät weitergegeben werden. HDBaseT™ 2.0 beherrscht dagegen auch Point-to-Multipoint-Verbindungen, was z.B. den Einsatz in Ausstellungsräumen mit mehreren Bildschirmen ermöglicht. Ein weiteres wichtiges Feature, was die 2.0 Variante mitbringt, ist die Unterstützung der Datenübertragung über Lichtwellenleiter. Man verliert hierdurch zwar die Möglichkeit der Stromübertragung über das Kabel, hat aber die Möglichkeit einer flexibleren Datenübertragung sowohl über Twisted-Pair-Kupferkabel als auch über Glasfaser – je nach Anforderung und Einsatzgebiet.

Point-to-Point-Verbindung
Point-to-Multipoint-Verbindung

Weitere Features, welche die neuere 2.0-Version mit sich bringt, sind die Übertragung von 4K @ 50/60 HZ Inhalten, das 21:9 Seitenverhältnis, 32-Kanal Audio, HDR (High Dynamic Range), Multi-Stream Video/Audio und niedrige Latenzen, die der Steuerung von KVMs mit HDBaseT™-Technologie zugutekommen.

Wie geht’s weiter?

Die Auswahl an HDBaseT™-fähigen Extendern auf dem Markt kann sich inzwischen sehen lassen. Es gibt eine vielfältige Auswahl an Geräten für die unterschiedlichen Anwendungsfälle. Für die Zukunft des Standards ist zu hoffen, dass der HDBaseT™-fähige RJ45 Anschluss auch bei den TV-und Display-Herstellern zum Standard wird. Denn damit könnten zukünftig die Bildschirme komplett über den HDBaseT™-Port gespeist werden. Bei hochpreisigen Beamern ist dies heute schon der Fall.

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