Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt nun der eigentliche Spleißvorgang. Im zweiten und letzten Teil widmen wir uns nun den finalen Schritten.

 

Schritt 6:
Brechvorgang

Brechwerkzeuge

Jetzt ist die Faser bereit, mit einem speziellen Brechwerkzeug gebrochen zu werden. Die Faser wird damit angeritzt und auf einen Winkel von ca. 90° gebrochen.

Die Positionierung der Faser ist je nach Modell unterschiedlich: Entweder über einem integrierten Faserhalter oder über manuelles Absetzen einer bestimmten Länge. Der Vorteil der ersten Variante besteht darin, dass die Faser später im Spleißgerät richtig positioniert wird.

  • Unser Tipp: Reinigen Sie das Brechwerkzeug gründlich vor dem Einsatz.  

 

Schritt 7:
Jetzt wird gespleißt

Die Glasfasern können nun in das Spleißgerät eingelegt werden: Achten Sie darauf, dass Sie die Faserhalter von der Mitte des Gerätes aus einsetzen, damit keine Verunreinigungen ins Gerät und an die Faser gelangen und der Brechwinkel nicht verändert wird.
Nutzen Sie nun die feinmechanische Justiervorrichtung, um die beiden Faserenden punktgenau aufeinander zu führen. Dann im Menü den passenden Fasertyp auswählen und per Knopfdruck den Spleißvorgang starten.
In wenigen Sekunden wird durch die integrierten Elektroden ein Lichtbogen erzeugt, der die lichtleitenden Kerne der Glasfasern thermisch miteinander verschweißt. Ist die Faser bereits schlecht gebrochen, wird der Vorgang blockiert. So wird fehlerhaften Verbindungen vorgebeugt.

 

Schritt 8:
Hat es geklappt?

Um die Qualität der Spleißverbindungen zu testen, führen Sie eine Prüfung mit einer  Einfügedämpfungsmessung (Pegelmessung) oder einer OTDR-Messung durch.
Bei einer normalen bis guten Spleißung beträgt die Dämpfung an der Übergangsstelle ca. 0,01 – 0,03 dB oder weniger.

 

Schritt 9:
Legen Sie den Spleißschutz an

Der Lichtwellenleiter ist links und rechts durch das Spleißen recht brüchig, da sich das Material nach dem Spleißvorgang dort verjüngt. Bringen Sie also einen Crimpspleißschutz an, um die Faser zu schützen. Der Schutz hat keinen Einfluss auf die Spleißdämpfung.
Um den Spleißschutz anzubringen, müssen Sie eine Crimppresse verwenden. Anschließend den gespleißten Lichtwellenleiter einlegen, auf Zug halten und die Presse zusammendrücken.

 

Crimpen
Um zu verhindern, dass die Faser an der empfindlichen Spleißstelle bricht, empfiehlt sich die Anbringung eines Crimpspleißschutzes.
Spleißkassette
Faserüberlänge und Spleißschutz werden komplett in der Spleißkassette aufgenommen. Die Faser-Positionierung erfolgt dabei über Wegstrecken mit großen Biegeradien.
Typisches Signal an Steckern
Typisches Signal an Steckern. Jeder Stecker erzeugt eine Reflexion. Auch die Dämpfung des Steckers kann man erkennen.
Typische "Geister"
Typische "Geister". Es handelt sich um wiederkehrende Reflexionen zwischen zwei Ereignissen (Stecker oder Faserende).

Schritt 10:
Legen Sie die gespleißten Fasern in die Spleißkassette ein

Ermöglichen Sie den bestmöglichen Schutz der Faser und verhindern Sie ein Stressen der Faser, indem Sie die Faserüberläge in eine Spleißkassette aufnehmen.
Für die richtige Platzierung finden sie in der Kassette vorgegebene Wegstrecken mit großen Biegeradien vor. Dann nur noch den Spleißschutz in den Spleißschutzhalter einlegen und einer störungsfreien Datenübertragung steht nichts mehr im Weg.

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